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Sa Dragonera
aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
| Sa Dragonera | |
|---|---|
| Sa Dragonera vor der Küste von Mallorca | |
| Gewässer | |
| Inselgruppe | |
| 39° 35′ 2″ N, 2° 19′ 17″ O39.5838888888892.3213888888889353Koordinaten: 39° 35′ 2″ N, 2° 19′ 17″ O | |
| Länge | 4,2 km |
| Breite | 900 m |
| Fläche | 2,88 km² |
| Höchste Erhebung | Na Pòpia |
| Einwohner | (unbewohnt) |
Sa Dragonera (hoch-katalanisch La Dragonera, „Die Dracheninsel“) ist eine unbewohnte Felsinsel vor der mittleren Westküste der spanischen Mittelmeerinsel Mallorca. Sie wird von dieser durch den 780 Meter breiten Canal des Freu getrennt. Dragonera gehört wie Mallorca zur Gruppe der Balearischen Inseln.
Die Insel Dragonera hat eine Fläche von 288 Hektar, dabei hat sie eine Ausdehnung von 4,2 Kilometer Länge und eine Breite von bis zu 900 Metern. Politisch gehört Dragonera zur Gemeinde Andratx. An der höchsten Erhebung, dem 353 Meter hohen Na Pòpia, steht der ehemalige Leuchtturm Far Vell, weshalb der Berg auch Puig des Far Vell genannt wird.
Die Insel wurde bereits 1987 von der Inselverwaltung Mallorcas erworben und durch den Erlass 7/1995 vom 26. Januar 1995 der Regierung der Balearen zusammen mit den Mallorca vorgelagerten Inseln Es Pantaleu und Illa Mitjana zum Naturschutzgebiet Sa Dragonera erklärt.
Landesgestalt
Vom Naturhafen Cala Lladó zieht sich ein Tälchen hinauf zur Inselkante, in dem sich das Wasser sammelt und einige landwirtschaftlich nutzbare Terrassen angelegt sind. Der Rest der Insel besteht aus felsdurchsetzter Macchia oder steilen Schrofen. In den nordwestlichen Felsabstürzen wächst eine Flechte, die früher als Textilfarbe hochbegehrt war und zu diesem Zweck von den Mallorquinern unter Lebensgefahr geerntet wurde.
Zum Nordosten der Insel führt heute ein gut angelegter Weg, zum Südwesten ein Sträßchen.
Erscheinungsbild
Im Längsschnitt, etwa von Sant Elm aus gesehen, bietet die Insel tatsächlich den Anblick eines Drachens: Im Südwesten bei Cap des Llebeig der ins Wasser gelagerte Kopf, ein Rückengrat mit Far Vell als höchster Schuppe und ein sanfter auslaufender Schweif bis Cap de Tramuntana im Nordosten.
Der Querschnitt dagegen, etwa von Nordosten aus gesehen, gleicht die Insel einem rechtwinkeligen Dreieck: Während das Land von Südosten her steil, doch begehbar ansteigt, bildet die dem offenen Mittelmeer zugewandte Nord-West-Seite eine Steilküste, an der die Felsen mehrere Hundert Meter tief meist senkrecht, zum Teil überhängend, zum Meer abfallen.
Flora und Fauna
Dragonera-Eidechse
(Podarcis lilfordi ssp. giglioli)
Auf Dragonera gibt es eine endemische, das heißt nur dort vorkommende Eidechsenart.
Dragonera-Eidechsen (Podarcis lilfordi ssp. giglioli)
Weißkopf- oder Mittelmeermöve (Larus cachinnans michahellis)
Samtkopfgrasmücken (Sylvia melanocephala)
Rotkehlchen (Erithacus tubecula)
Eleonorenfalken (Falco eleonorae)
Rosmarinsträucher (Rosmarinus officinalis)
Unter der Fauna des Gebietes sticht u. a. die erst im Jahr 1979 als Lebendfund entdeckte Mallorca-Geburtshelferkröte (Alytes muletensis) hervor, die es endemisch nur hier gibt. Unweit von Valldemossa wurde 2003 die Hydra (endemische Wasserschlange) von Mallorca gefunden. Diese seltene Schlange ist im Reptilienzoo im Süden der Insel (Autobahn Pa
Klima
Die durchschnittliche Niederschlagsmenge liegt bei 350 mm. In den Monaten September und Dezember werden die stärksten Niederschläge registriert.
Geschichte
Es gibt ein römisches Gräberfeld in der Gegend von Es Lladó area. Weitere Hinweise auf eine Vor- oder frühgeschichtliche Besiedlung fehlen.
Die Insel war jahrhundertelang in erster Linie Anlaufstelle und Stützpunkt für Seeräuber. In einer Höhle fanden diese einen unterirdischen See, 40 m tiefer als der Höhleneingang. Dort konnten sie sich mit, wenn auch etwas brackigem, Trinkwasser versorgen. Um dem Einhalt zu gebieten, wurde die Höhle schließlich mit einem riesigen Felsbrocken verschlossen.
Ansicht der Insel von Nordosten
Im 18. Jahrhundert wurden zwei Wachtürme errichtet, um dem Seeräubern Einhalt zu gebieten. Um diese Zeit ließ ein spanischer König auf der Spitze der Insel ein Lustschlösschen erbauen. Dort hinauf wurde ein für Eselskarren befahrbarer Weg angelegt, der jetzt restauriert ist und Besucher der Insel auch heute noch in vielen Kehren, jedoch bei geringer Steigung, zur Spitze der Insel hinaufführt.
Der Naturhafen Cala Lladó
Danach war die Insel lange Zeit weitgehend sich selbst überlassen und wurde zu einer Heimstatt für Vögel und Reptilien. Die Leuchttürme von Tramuntana (im Norden) und Llebeig (im Südwesten) nahmen 1910 ihren Betrieb auf und ersetzten damit den alten Leuchtturm Far Vell. Seit 1941 gab es eine kleine Landwirtschaft in der Gegend von Cala Lladó, die das Naturleben kaum störte.
Anfang der 1970er Jahre griff der Tourismus nach der Insel: Ein Bankenkonsortium erwarb die Insel zu diesem Zweck und erstellte Planungen für mehrere angeblich naturnahe Feriendörfer auf der Insel. Ein Yachthafen, Hubschrauberlandeplätze, ein Kasino und weitere Infrastruktur sollten die Idylle vervollständigen. Obwohl die Planungen bereits genehmigt waren, gelang es
Naturschützern, mit breiter Unterstützung der Malloquiner, den Baubeginn immer wieder zu verzögern. Schließlich kaufte der Inselrat Sa Dragonera, um die Insel in ein Schutzgebiet umzuwandeln. Siehe Naturschutzgebiet Sa Dragonera.
Touristisches
Blick in die Rangerstation
Sa Dragonera ist nur von Sant Elm und Paguera aus mit Booten zu erreichen und steht unter Naturschutz. Der Naturhafen von Sa Dragonera liegt in der Bucht Cala Lladó, deutsch in etwa: Räuberbucht,
Unmittelbar am Naturhafen befindet sich eine kleine Rangerstation. Hier werden geführte Touren in spanischer Sprache über die Insel angeboten. Es ist auch möglich, die Insel auf eigene Faust zu erkunden.
Da es keine Restaurants, Bars oder Geschäfte auf der Insel gibt, sollte man vor dem Übersetzen auf die Insel auf jeden Fall an die eigene Verpflegung, insbesondere an Trinkwasser, denken. Es versteht sich von selbst, dass auf der Insel kein Müll zurückgelassen werden darf.
Die Serra de Tramuntana (kastilisch: Sierra de Tramontana) ist ein Gebirgszug im Nordwesten Mallorcas. Der gleiche Name bezeichnet eine der sechs Landschaftsregionen (comarques) von Mallorca, die nach der Gebirgskette benannt ist aber etwas über die Fläche des Gebirges hinausreicht. Im Jahr 2008 betrug die Einwohnerzahl der Region Serra de Tramuntana 109.870 gemeldete Bewohner.
Die Berge der Serra de Tramuntana bedecken eine Fläche von 1.067 km² und erstrecken sich auf eine Länge von mehr als 90 Kilometer. Sie sind der Lebensraum von rund 20.000 Einwohnern, von denen etwa die Hälfte in Sóller leben. Das Hauptgebirge nimmt den gesamten West- und Nordwestteil Mallorcas ein. Die Serra de Tramuntana steigt am Puig Major, der höchsten Erhebung Mallorcas, bis auf 1445 Meter empor. Unterhalb des Puig Major liegen die beiden Trinkwasser-Speicherseen Embassament de Cúber und Embassament des Gorg Blau, die ihre überschüssigen Wasser über den Torrent des Gorg Blau in den Canyon Torrent de Pareis abführen.
Das Gebirge ist durch Straßen und viele Wanderwege gut erschlossen. Es ist bisher vom Massentourismus weitestgehend verschont geblieben und ideal zum Wandern und Fahrrad fahren. Die Serra de Tramuntana besticht durch die oft spektakulär schöne, wilde Landschaft, die noch über weite Strecken von einer ursprünglichen Vegetation überzogen ist und durch ihre weitgehend intakte, unverbaute Natur.
Geologie
Puig Major
Vor mehr als 300 Millionen Jahren kam es im Bereich des heutigen Mitteleuropa zu einer Begegnung der Urkontinente von Nordamerika, Eurasien und Afrika. Als Folge wurden von Spanien bis weit nach Osteuropa neue Gebirge aufgefaltet. Das Gebirge der Serra de Tramuntana sowie der Serres de Llevant im Osten und die aufragenden Hügelland-Komplexe der Mittelzone von Mallorca bestehen aus mesozoischem Kalkgestein, vornehmlich des Jura vor 180 Millionen Jahren. Die Insel ist bis zu 90 Prozent verkalkt. Auch unter den tertiären und quartären Ablagerungen der heutigen Zentralebene befindet sich Kalkgestein.
Durch Urkräfte des Erdinneren wurde Mallorca zusammengedrückt und verkleinerte sich dabei um mindestens 55 Prozent. Die Ablagerungen des Jura wurden regelrecht zerfetzt und mehrfach übereinandergeschoben. Die Folge war die Heraushebung der heutigen Gebirgs- und Hügellandformationen. Im Tertiär wurde die niederen Bereiche der Insel vollständig vom Meer überflutet. Die Gesteine der Trias, des Jura sowie der Kreide wurden von den Ablagerungen des jüngeren Tertiärs überlagert. Durch heftige Niederschläge des Quartärs wurden riesige Schuttmengen vornehmlich aus der Serra in das Flachland transportiert, die Risse und Schluchten dieses Gebirges wurden weiter vertieft. Das im Regenwasser und so auch im Bodenwasser enthaltene Kohlendioxid löste große Mengen von Kalk auf, was zur Verkarstung der Gebirgs- und Hügelregionen der Insel führte. Die herausgehobene Lage, die große Klüftigkeit, Reinheit und Mächtigkeit des Kalkgesteins erhöhten die Verkarstungsfähigkeit. In den verschiedenen Höhlen, besonders im Gebiet der Serres de Llevant, in fruchtbaren, ausgefüllten Hohlformen (sogenannten: Poljen) des Hauptgebirges und der bizarren Karrenlandschaft, die allerdings lokal beschränkt ist, finden die Karsterscheinungen ihre besondere Ausprägung.
Es ist ein besonderes Merkmal dieses Küstengebirges, dass in Höhen über 600 Meter plötzlich eine, wenn auch beschränkte Ackerbauzone mit vereinzelten Ansiedlungen auftaucht, während in den tieferen Lagen nur in einzelnen Tälern Feldbauterrassen mit Orangen- und Mandelbäumen oder Olivenanbau möglich sind. Das Karstgebirge des Nordens hat hier eine bizarre Formenwelt
entstehen lassen, die in ihren scharfkantigen Karrenfeldern und den spitzen Karrengraten, die immer bis in das feinste gegliederte Lösungsrillen aufweisen, an Kleinformen aus dem tropischen Karst erinnert. Die einzelnen Karren sind mehrere Meter hoch und laufen kegelförmig nach oben aus. Sie stehen dicht nebeneinander und lassen die einzelnen Kalkbänke erkennen, aus denen sie herausgearbeitet worden sind. Besonders eindrucksvoll sind solche Formen in der Nähe der Straße, die das Gebirge von Inca am Gebirgsfuß bis zur Küste bei Sa Calobra quert, so auch in der Nähe des berühmten Santuario de Lluc. Ähnliche Formen zeigen sich an den Kalkfelsen unmittelbar an der Felsenküste der Bucht von Sa Calobra.
Sehenswertes
Museum Museu de Lluc mit Funden aus den Höhlen im Gebiet Escorca (Prehistòria), Keramik, Zeichnungen, Gemälde usw.
Wanderungen
| Lage Tossals Verds | Schneehaus (Ruine) |
In diesem Gebiet sind zahlreiche Bergwanderungen möglich. Die am Fernwanderweg GR 221 gelegene Berghütte (refugi) Tossals Verds, Eigentum vom Consell de Mallorca, ist dazu bestimmt, die Wanderpraxis in allen Modalitäten zu erleichtern und die Erziehungs- und Erforschungsaktivitäten des Gebirges zu fördern. Die Hütte, im Herzen der Serra de Tramuntana 540 Meter hoch gelegen, steht jedermann gegen ein kleines Entgelt zur Verfügung. Sie ist ein idealer Ausgangspunkt, um in der Massanella die Schneehäuser des Tramuntana-Gebirges zu erkunden.
Schneehäuser
→ Hauptartikel: Schneehäuser auf Mallorca
In den Zeiten vor den elektrischen Kühl- und Frieranlagen wurde in den Wintermonaten auf den hohen Bergen der Schnee gesammelt und in eigens dafür bestimmtem Häusern eingelagert und zu Eis verdichtet; Isoliermaterialien wie Stroh verhinderten das vorzeitige Abtauen. In den warmen Jahreszeiten wurde das Eis in den tiefer liegenden Orten verkauft. Zahlreiche dieser ehemaligen Schneehäuser befinden sich, in verschiedenen Stadien des Verfalls, in den höheren Lagen der Serra de Tramuntana.
Strände und Buchten der Region Serra de Tramuntana
Gemeinde Calvià
Strände und Buchten Calvià
Cala Fornells
Camp de Mar
Strände und Buchten Banyalbufar
Cala Tuent
Sa Calobra (Torrent de Pareis)
Strände und Buchten Escorca
Cala Figuera
Cala Pi de la Posada (Cala Formentor)
Gemeinde Andratx
Gemeinde Estellencs
Gemeinde Banyalbufar
Gemeinde Valldemossa
Gemeinde Deià
Gemeinde Sóller
Gemeinde Fornalutx
Gemeinde Escorca
Gemeinde Pollença


