Buchten
vom Hafen aus im Uhrzeigersinn:
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Kaps
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Höhlen
Cova Blava
Cova des Mastral
Cova des Amich
Geschichte
Kastell
Nach Phöniziern und Karthagern kannten auch die Römer die Insel und Plinius (ob der Jüngere oder Ältere ist ungeklärt) hat hier den Geburtsort von Hannibal vermutet. Einige Zeit gehörte sie mit den Balearen zum Byzantinischen Reich. Im 14. Jahrhundert, unter der Herrschaft der Krone Aragons, wurde über der Hauptbucht von Cabrera, einem tiefen und windgeschützten Naturhafen, eine Burg zum Schutz vor Piratenüberfällen errichtet.
Während des sogenannten Spanischen Unabhängigkeitskrieges von 1807 bis 1814 wurde auf der unbewohnten Insel ab 1809 eine Art Internierungslager für einen Teil jener französischen Gefangenen eingerichtet, die nach der Schlacht von Bailén im Jahr zuvor in spanische Hände gefallen waren. Von den insgesamt etwa 18.000 Gefangenen der Grande Armée wurden rund 12.000 auf die Insel verbracht. Ohne ausreichend Wasser, Nahrungsmittel und medizinische Versorgung zu haben, starben dort zwischen 3.500 und 5.000 von ihnen.[1] Ein Denkmal in der Mitte der Insel erinnert heute an diese tragische und fast vergessene Episode der Inselgeschichte.
Im 19. Jahrhundert wurden die Leuchttürme der Insel errichtet und ein neuerlicher Besiedlungsversuch fand statt. Ein zu dieser Zeit durch die Familie Feliu erbauter Weinkeller dient heute als Raum für das Ethnografische Museum. Aufgrund der strategischen Lage wurden die Besitzungen auf Cabrera während des Ersten Weltkriegs im Jahr 1916 enteignet und eine Garnison errichtet.[2] Diese besteht noch heute. Die Insel ist militärisches Sperrgebiet, so dass die Besichtigung mit Einschränkungen verbunden ist.
Sehenswürdigkeiten
Leuchtturm
Cova Blava (kastilisch Cueva Azul, „Blaue Grotte“), eine 160 Meter lange und 50 Meter breite Höhle, an der Nordseite der Cala Gandulf, die durch Reflexionen auf dem sandigen Grund blau schimmert. Die nur vom Meer aus zugängliche Grotte wird vom Ausflugsboot auf der Rückfahrt nach Mallorca angesteuert.
Festungsturm aus dem 14. Jahrhundert zum Schutz vor Seeräuberüberfällen
Denkmal von 1847 zur Erinnerung an die umgekommenen französischen Kriegsgefangenen von 1809 bis 1814
Seemannsfriedhof
Leuchtturm auf dem Punta de Anciola
Museum zur Geschichte der Insel
Besuch
Ausflugsboote (Golondrinas) ab Mallorca verkehren ganzjährig von Colònia de Sant Jordi (Dauer der Überfahrt: 30 Minuten) sowie von Porto Petro täglich vom 1. Mai bis zum 30. September (75 Minuten). Für den privaten Besuch per eigenem Boot ist eine kostenlose staatliche Genehmigung erforderlich, die Anzahl der Genehmigungen pro Tag ist auf 50 beschränkt. Es darf nur im winzigen Hafen geankert werden.
Private Boote dürfen nicht ankern, um den Meeresgrund in diesem Naturschutzgebiet nicht zu beschädigen. Festgemacht wird an den 50 fest verankerten Moorings (Tonnen). Der Aufenthalt ist befristet: 1 Nacht im Juli und August; 2 Nächte im Juni und September und bis zu 7 Nächte in der übrigen Zeit.
Der Haupttreffpunkt der Insel ist eine kleine Bar im Ort Es Port. Hier gibt es Kleinigkeiten zu essen und zu trinken, sowie vermutlich das einzige Telefon der Insel. Ein Auffüllen der Seglervorräte ist jedoch kaum oder gar nicht möglich.

